Micron Document
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Blitzlicht
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Unter der Sammelbezeichnung Blitzlicht werden in der Fotografie Beleuchtungseinrichtungen zusammengefasst, die mit einem Lichtblitz fĂŒr die notwendige Objektausleuchtung im Moment der Aufnahme sorgen. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Blitzlichtfotografie.

Contents

‱ Grundlagen
‱ Geschichte
‱ Siehe auch
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Grundlagen

Eine kurze, blitzartige Beleuchtung reicht in der Fotografie wegen der relativ kurzen Belichtungszeiten aus. Dazu muss die Zeit, in der das Blitzlicht ausgelöst und vom Objekt reflektiert wird, mit der Verschlusszeit der Kamera synchronisiert werden. Da der Blitz im Vergleich zu ĂŒblichen Verschlusszeiten sehr kurz leuchtet, muss er zu einem Zeitpunkt ausgelöst werden, zu dem der Verschluss vollstĂ€ndig geöffnet ist. Die kĂŒrzeste Verschlusszeit, bei der ein Schlitzverschluss den Film bzw. Sensor zu einem Zeitpunkt vollstĂ€ndig freigibt, nennt man Blitzsynchronzeit.

Durch unterschiedliche Blitzmethoden können verschiedene Effekte und Stimmungen im Foto erreicht werden.

Ein wichtiges Kriterium beim Blitzlicht ist die Lichtfarbe – angegeben in Kelvin. Die meisten aktuellen BlitzgerĂ€te strahlen ein neutral weißes Licht – Ă€hnlich direktem Sonnenlicht – von 5500 K bis 6500 K ab. Sie lassen sich daher problemlos mit Sonnenlicht kombinieren (zum Beispiel beim Aufhellblitzen). In InnenrĂ€umen wirkt Blitzlicht im Vergleich zum vorhandenen GlĂŒhlampenlicht eher kalt; es ergibt sich unschönes Mischlicht. Dies kann vermieden werden, wenn das Blitzlicht derart gefiltert wird, dass seine Farbtemperatur der vorhandenen Beleuchtung angepasst ist.

Die Leitzahl (LZ) eines Blitzes dient der einfachen Berechnung der Kameraeinstellungen bei Verwendung von Blitzbirnen oder manuellen Einstellungen bei ComputerblitzgerÀten.

Der Leuchtwinkel eines BlitzgerĂ€tes steht fĂŒr die maximale Objektivbrennweite, bei der das von der Kamera aufgenommene Bild noch vollstĂ€ndig ausgeleuchtet werden kann.

Neben den in den Kameras integrierten Blitzen oder den aufsteckbaren Systemblitzen finden im Studio oder On-Location sogenannte Blitzanlagen Anwendung.

Geschichte

1861 kam erstmals Eduard Liesegang, einer der GrĂŒnder der Ed. Liesegang oHG, auf die Idee, Magnesium zu entzĂŒnden, um es bei der Fotografie als Lichtquelle zu benutzen. Es entstand ein grelles Licht. Die Lichtmenge wurde durch die Dauer und IntensitĂ€t eines Luftstromes beeinflusst und war schwer zu kontrollieren. Insbesondere bei der PortrĂ€tfotografie war das ein Problem.

1887 erfand Adolf Miethe gemeinsam mit Johannes Gaedicke das Blitzlichtpulver aus Magnesium, Kaliumchlorat und Schwefelantimon. Dieses Pulver brannte nur Sekundenbruchteile und Ă€hnelte damit bereits dem heutigen Blitzlicht. Der Nachteil war seine hohe InstabilitĂ€t, die manchmal zu UnfĂ€llen fĂŒhrte.

Abhilfe schaffte die Erfindung der Blitzlichtbirne durch den Physiker Johannes Ostermeier. Er entdeckte 1928, dass reines Magnesium oder Aluminium, das in einer Blitzlichtbirne in einer SauerstoffatmosphĂ€re untergebracht war, elektrisch gezĂŒndet werden konnte. Unter großer Helligkeitsentwicklung verbrannte dieses Material dabei blitzartig in etwa 1/30 Sekunde. Nachteilig war, dass einmal verwendete Blitzlichtbirnen nicht wiederverwendet werden konnten. Zur selben Zeit wurde in Berlin die Sonne in der Westentasche beworben, bei deren ZĂŒndung ein Magnesiumband abgebrannt wurde.

Harold E. Edgerton, Professor am Massachusetts Institute of Technology (MIT), entwickelte Ende der 1930er Jahre das erste ElektronenblitzgerÀt, das mit Hilfe einer Blitzröhre einen kurzen, sehr hellen Lichtblitz erzeugt. Damit war es erstmals möglich, rasch aufeinanderfolgende Blitzaufnahmen zu erstellen.

Der aus Marburg stammende Heinrich Bonn erfand 1933 den synchronisierten Blitz. Die Eintragung als Gebrauchsmuster des Deutschen Reiches erfolgte am 11. August 1933. Die Erfindung verkaufte er 1934 fĂŒr 250 Reichsmark an die Firma Leitz.

Der erste Fotoapparat mit eingebauter Blitzsynchronisation war 1935 die Exakta Modell B der Firma Ihagee in Dresden, er arbeitete mit Osram Vacublitz Blitzbirnen.

Blitzsysteme

Blitzlicht mit offener Flamme

Magnesiumlicht

Magnesium wurde 1755 durch den britischen Chemiker Joseph Black (1728–1799) als eigenes chemisches Element erkannt. Nachdem Prof. Robert Bunsen (1811–1899) und Sir Henry Enfield Roscoe (1833–1915) die Eigenschaften des Magnesiums nĂ€her untersucht hatten, schlug Paul Eduard Liesegang (1838–1896) 1861 vor, mit Magnesiumlicht zu fotografieren:

„Eine vorzĂŒglich aktinisch wirksame Lichtquelle ist nach den photochemischen Studien von Bunsen und Roscoe das Magnesium, welches mit Leichtigkeit Feuer fĂ€ngt und mit einer Ă€ußerst brillanten Flamme brennt. 
 Nach Bunsens Untersuchungen ist die photogenische Kraft der Sonne nur 36mal stĂ€rker als die des brennenden Magnesiums. 
 Wir glauben nicht, dass es schon zu photographischen Zwecken benutzt worden ist.“

Die ersten Blitzlichtanordnungen waren Pustlichtlampen. Da sich reines Magnesium erst bei hohen Temperaturen entzĂŒndet, wurde bei diesen Lampen das reine Magnesiumpulver durch Blasen in eine heiße Flamme entzĂŒndet. Dabei wurde ein grelles Licht erzeugt. Das Blasen wurde hĂ€ufig mit einem kleinen Gummiballblasebalg durch ZusammendrĂŒcken mit der Hand erzeugt, so dass eine Art Lichtblitz entstand. Die Anzahl der LuftstĂ¶ĂŸe und die Dauer des Blasens regulierten die abgegebene Lichtmenge. Ein kurzes Blitzlicht im heutigen Sinne entstand dabei nicht. Auch dĂŒnne Magnesiumfolie, dĂŒnner Magnesiumdraht oder dĂŒnnes schmales Magnesiumband brannte in der Luft nach dem AnzĂŒnden mit grellem Licht ab und wurden bis zum Zweiten Weltkrieg zur Erzeugung von Licht fĂŒr fotografische Zwecke verwendet.

Bei der PortrĂ€tfotografie stellte das plötzlich aufflammende und einige Sekunden anhaltende grelle Magnesiumlicht ein großes Problem dar, da die Modelle geblendet wurden und erschraken. „Das Resultat wird, selbst wenn keine zu markante UnschĂ€rfe vorhanden ist, ein gequĂ€ltes, unĂ€hnliches, verĂ€ngstigtes Gesicht sein, mit geistlosem Ausdruck und krebsartig hervorquellenden Augen“ wie Adolf Miethe und Johannes Gaedicke es in ihrem Buch Praktische Anleitung zum Photographiren bei Magnesiumlicht von 1887 ausgedrĂŒckt haben.

Blitzlichtpulver

John Traill Taylor fand 1865 heraus, dass Magnesiumpulver vermischt mit Kaliumpermanganat manuell angezĂŒndet werden konnte und dann mit sehr starkem kurzen Leuchten verbrannte. Seneca Ray Stoddard ersann 1882 eine an der Kamera befestigte Blitzlampe fĂŒr Blitzlichtpulver zur Verwendung fĂŒr aufgehellte Nachtaufnahmen im Freien.cite-ref-1[1] Der Betrieb derselben war noch sehr gefĂ€hrlich. Auch Stoddard zog sich bisweilen Verbrennungen zu. Adolf Miethe und Johannes Gaedicke entwickelten 1887 ein Blitzpulver, indem sie dem Magnesium Kaliumchlorat und Antimon(III)-sulfid beimischten. George R. Lawrence verbesserte das in den USA angebotene Blitzlichtpulver, so dass es heller leuchtend mit weniger Rauch abbrannte, und machte es elektrisch zĂŒndbar und erfand einen regenschirm-Ă€hnlichen RaucheinfĂ€nger dazu, so dass das Blitzlichtverbot in InnenrĂ€umen aufgehoben wurde.cite-ref-2[2]

Ihnen ging es dabei speziell um die KĂŒrze des Aufleuchtens bei gleicher wirksamer Gesamtlichtmenge. Die blitzartige Verbrennung in etwa 1/30 Sekunde ermöglichte Aufnahmen von Personen und lebenden Objekten, ohne dass die Reaktion auf den hellen Blitz in der Fotografie erkennbar wurde. Die von ihnen zum Patent angemeldete Blitzpulvermischung kam daher bald in allgemeinen Gebrauch.

Die Mischung war jedoch hochexplosiv. Es wird von mehreren großen UnfĂ€llen mit Toten und Verletzten bei der Explosion von ganzen Blitzlichtpulverfabriken berichtet. Am 30. Mai 1903 patentierte die „Aktien-Gesellschaft fĂŒr Anilin-Fabrikation in Berlin“ (Agfa) Blitzlichtpulvermischungen, die Nitrate der Elemente Thorium, Cer oder Zirconium enthielten. Neben einer gesteigerten LichtstĂ€rke ergab sich dadurch eine geringere Explosionsgefahr und eine auf 1/10 des Üblichen reduzierte Rauchentwicklung. Das offene Feuer, der Rauch und die alles verschmutzende Magnesiaschicht blieben jedoch die grĂ¶ĂŸten Probleme bei der Blitzlichtpulverfotografie. Auch in Stummfilmen wurden teilweise UnfĂ€lle mit Blitzlichtpulver dargestellt.

Bis in die 1960er Jahre hielten sich jedoch die Beutelblitze auf dem Markt, da sie bedeutend billiger als Blitzbirnen waren. Bei ihnen handelte es sich um mit Blitzlichtpulver gefĂŒllte Papierbeutel in Form heutiger Teebeutel, an denen unten ein langer prĂ€parierter Papierstreifen als Lunte angebracht war. An der Oberseite war eine AufhĂ€ngeschnur, mit der man den Blitzbeutel zum Beispiel an einem Besenstiel befestigen konnte. Man musste darauf achten, dass abfallende, noch glĂŒhende Reste des Blitzbeutels keine SengschĂ€den anrichten konnten.

Die Herstellung von Blitzlichtpulver unterliegt in Deutschland dem Sprengstoffrecht und ist somit fĂŒr Privatpersonen ohne erforderliche PrĂŒfung verboten.

Das Fotografieren mit Magnesium und Blitzlichtpulver erfolgte in der Regel ohne Synchronisation, d. h., der Fotograf öffnete zunĂ€chst den Kameraverschluss, zĂŒndete dann möglichst schnell den Blitz und schloss anschließend den Verschluss wieder.

BlitzgerĂ€te fĂŒr Blitzbirnen

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Hauptartikel

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Blitzlichtbirne

Eine enorme Verbesserung und Arbeitserleichterung gegenĂŒber dem Blitzpulver brachten die Blitzbirnen. Über einen elektrischen Synchronkontakt, die M-Synchronisation der Kamera, wurde die ZĂŒndung der Birne ausgelöst. Der Blitz wurde bereits ausgelöst, noch bevor der Verschluss vollstĂ€ndig geöffnet war, da der chemische Prozess der Verbrennung erst in Gang kommen musste. Damit war gewĂ€hrleistet, dass der Verschluss des Fotoapparates vollstĂ€ndig geöffnet war, wenn die maximale Helligkeit des Glaskolbenblitzes erreicht war. In der Regel wurde vor dem Blitz ĂŒber einen Vorwiderstand ein Kondensator von einer Stromquelle (Batterie o. a.) aufgeladen. Der aufgeladene Kondensator wurde dann ĂŒber die Blitzbirne kurzgeschlossen und definiert entladen, dabei zĂŒndete diese.

„Fischer Tausend-Blitz“

Dieser „Blitz“ wurde von Artur Fischer 1954 erfunden. Er bildete einen Übergang vom „pyrotechnischen“ Blitz, bei dem Material einmalig verbrennt zum fast beliebig oft auslösbaren elektronischen Blitz dar.

Es handelte sich um eine GlĂŒhlampe mit typisch 10 parallel geschalteten GlĂŒhfĂ€den aus Wolfram-Drahtwendel, die mit Netzspannung zum maßvollen Leuchten als Einstelllicht gebracht wurde. Zum Augenblick der Aufnahme wurde Spannung und Strom durch ein VorschaltgerĂ€t fĂŒr ca. 1⁄125 s stark erhöht, so dass die LichtstĂ€rke innerhalb eines kurzen Zeitintervalls von etwa 1⁄25 s außerordentlich erhöht war, also ein kurzdauernder, abklingender „Blitz“ aufleuchtete. Die damit einhergehende Überlastung jedes GlĂŒhfadens wurde dabei so kurz gehalten, sodass immerhin typisch 1000 „Blitze“ gezĂŒndet werden konnten, bevor die Lampe durch Durchbrennen mehrerer GlĂŒhfĂ€den unbrauchbar wurde. Das GerĂ€t konnte sich nur wenige Jahre am Markt halten.cite-ref-3[3] Hergestellt wurde das GerĂ€t mit der tausendmal blitzenden GlĂŒhlampe mit Bajonettsockel und zwei Fußkontakten in der Lampenfabrik Dr. GĂŒnther Fischer, Limburg an der Lahn, Hessen.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]

ElektronenblitzgerÀte

Als Elektronenblitz, ElektronenblitzgerĂ€t oder RöhrenblitzgerĂ€t bezeichnet man in der Blitzlichtfotografie ein BlitzgerĂ€t, das mit einer auf der 1938 von Harold E. Edgerton am Massachusetts Institute of Technology entwickelten Gasentladungsröhre basierenden Blitzlampe arbeitet. Es gibt mithilfe des wĂ€hrend der Gasentladung kurzzeitig unter hohem Druck stehenden FĂŒllgases Xenon Licht mit hohem Farbwiedergabeindex und einer Farbtemperatur ab, die etwa der des Tageslichts entspricht.

In Deutschland wurde das erste entsprechende GerÀt 1948 vom Unternehmen Dr. Ing. Mannesmann auf den Markt gebracht.cite-ref-6[6]

Das ElektronenblitzgerĂ€t gibt wĂ€hrend einer kurzen Dauer (etwa 1/300 Sekunde bis herunter zu etwa 1/40.000 Sekunde) Licht von hoher IntensitĂ€t ab. Bei Spezialkonstruktionen sind Aufnahmen mit einer Belichtungszeit bis herab zu einer Millionstelsekunde möglich. Diese Werte sind die Dauer des Lichtblitzes und haben nichts mit der Blitzsynchronzeit zu tun; der kĂŒrzesten Belichtungszeit, in der der Verschluss eines Fotoapparats vollstĂ€ndig geöffnet ist und der Blitz die gewĂŒnschte Leistung vollstĂ€ndig abgibt.

Mobile ElektronenblitzgerĂ€te werden entweder ĂŒber den Blitzschuh mit der Kamera gekoppelt, mit einem Synchronkabel an die Kamera angeschlossen oder als sogenannter entfesselter Blitz vollkommen drahtlos ausgelöst. FĂŒr die drahtlose Auslösung werden in der Regel spezielle Funkauslöser verwendet, es gibt aber auch rein optische Lösungen, die mit einem Steuerblitz ausgelöst werden.

Bekannt sind weiterhin mehr oder minder ortsgebundene StudioblitzgerÀte, die ebenfalls auf Edgertons Gasentladungsröhre basieren.

Die maximale Lichtmenge eines ElektronenblitzgerĂ€ts wird heute meist mit der Leitzahl bei einer gegebenen Filmempfindlichkeit und einem gegebenen Ausleuchtwinkel angegeben. Andere Angaben sind Wattsekunden (Joule), die jedoch den elektrischen Energieinhalt des Speicherkondensators angeben. BCPS (Beam Candle Power Seconds) oder ECPS (Effective Candle Power Seconds) geben das Produkt aus BeleuchtungsstĂ€rke und Blitzdauer an, sind also direkte Angaben zur erzielbaren, zurĂŒck in die Kamera gelangenden Lichtmenge.

Die Belichtung kann teilweise ĂŒber die Blitzdauer variiert werden: Manche ElektronenblitzgerĂ€te können anhand der im Verlauf des Blitzes zurĂŒckgeworfenen Lichtmenge den Blitz durch Kurzschluss oder Unterbrechung der Gasentladung abbrechen (siehe Computerblitz). Bei modernen Kamerasystemen hat sich die Steuerung des Blitzes (LichtmengenzĂ€hlung) durch die Kamera durchgesetzt, etwa bei der TTL-Blitzmessung.

Die gĂ€ngigsten Bauformen sind das Aufsteck-, das Stab- und das RingblitzgerĂ€t. Letzteres dient vorwiegend zur gleichmĂ€ĂŸigen Ausleuchtung in der Makrofotografie sowie zum Erzeugen bestimmter Lichteffekte in der PortrĂ€tfotografie.

Folgende Typen von ElektronenblitzgerÀten sind verbreitet:

‱ Eingebautes BlitzgerĂ€t – vor allem bei Kompaktkameras
‱ AufsteckblitzgerĂ€t (KompaktblitzgerĂ€t)
‱ HandblitzgerĂ€t (StabblitzgerĂ€t)
‱ StudioblitzgerĂ€t

Ferner gibt es Adaptersysteme, um AufsteckblitzgerÀte mit Zubehörteilen wie bei den StudioblitzgerÀten betreiben zu können.cite-ref-flash2softbox-system-7-0[7]cite-ref-8[8]

Heutige ElektronenblitzgerĂ€te arbeiten mit xenongefĂŒllten Blitzröhren, die zehntausendfach verwendet werden können. Beim Auslösen wird dabei ein zuvor auf einige hundert Volt aufgeladener Kondensator entladen, wodurch im Inneren der Blitzlampe eine sehr kurze, helle Gasentladung erzeugt wird. Die typische Leuchtdauer dieses Blitzes liegt je nach Leistung und Ansteuerung zwischen etwa 1/300 und 1/40.000 Sekunde. Das ist wesentlich kĂŒrzer als bei den „BlitzwĂŒrfeln“ und bei der Wahl der Belichtungszeit zu berĂŒcksichtigen (siehe Blitzsynchronzeit, Blitzbelichtungsmessung und VerlĂ€ngerungsfaktor).

Viele moderne Fotokameras haben ein Blitzlicht eingebaut. Hochwertige Kameras verfĂŒgen zudem ĂŒber einen Blitzschuh, auf den externe BlitzgerĂ€te aufgesteckt werden können. Seitdem die Mikroelektronik Mitte der 1980er Jahre Einzug in die Kameratechnik erhalten hat, sind diese meist auf das jeweilige Kameramodell abgestimmt, um mit dessen Automatikfunktionen zusammenzuwirken. Fremdhersteller bieten BlitzgerĂ€te an, die mit Blitzadaptern (SCA-System) an unterschiedliche Kameras angepasst werden können.

Der Elektronenblitz hat frĂŒhere, auf chemischer Verbrennung basierende Blitzbirnen fast völlig abgelöst.

Computerblitz

Die ersten ComputerblitzgerĂ€te wurden fast gleichzeitig in den 1960er Jahren von den Firmen Honeywell (USA) und Rollei vorgestellt. Da in dieser Zeit der Computer im öffentlichen Bewusstsein auftauchte, wurde dieses geregelte BlitzgerĂ€t aus ImagegrĂŒnden mit dem Trendnamen der Zeit verknĂŒpft. Der Namensteil „Computer“ war aber irrefĂŒhrend, denn in den GerĂ€ten liefen keine Berechnungen im Sinne eines Computerprogramms ab.

Die technische Funktion ist eine reine Regelung: Ein Sensor im BlitzgerÀt misst das reflektierte Licht aus dem Bildraum und schaltet den Blitz beim Erreichen einer eingestellten Schwelle ab. Die Belichtung ist damit korrekt erfolgt.

Durch das vorzeitige Abschalten können sehr kurze Blitzzeiten entstehen, die schon den Bereich der Ultrakurzzeitfotografie erreichen. WĂ€hrend die Standardblitzdauer eines ungeregelten ElektronenblitzgerĂ€tes ca. 0,001 s betrĂ€gt, kann die Zeit durch die schnelle Abschaltung des Blitzes auf 0,00002 s (20 ”s) zurĂŒckgehen. Dadurch werden spektakulĂ€re Aufnahmen möglich. So warb Rollei bei der EinfĂŒhrung des ComputerblitzgerĂ€ts mit einem Bild, auf dem zu sehen war, wie sich eine Pistolenkugel durch eine (Skat-)Spielkarte entlang der Papierebene pflĂŒgte.

Die EinschrĂ€nkung auf die reine Regelung gilt nicht mehr fĂŒr die modernen Computer-BlitzgerĂ€te, deren komplexe Funktionen und Steuerung durch die Kamera nur noch durch den Einsatz von Mikroprozessoren realisierbar sind.

Technische Details

Zum VerstĂ€ndnis der Funktion eines elektronischen BlitzgerĂ€ts siehe Bild 1. Die Spannungsversorgung bezieht ihre Energie entweder aus Batterien, Akkus oder dem normalen Stromnetz ĂŒber entsprechende Adapter. Sie lĂ€dt den Blitzkondensator C auf eine Spannung zwischen 350 V und 500 V auf. Das sollte bei frischen Batterien oder vollgeladenen Akkus in 5 s bis 7 s erfolgt sein, diese Zeit nennt man Blitzfolgezeit. Bei teilentleerten Batterien oder Akkus muss man bis zu 60 s warten. Eine ausreichende Spannung am Kondensator C wird in der Regel am BlitzgerĂ€t angezeigt. Die Spannungsversorgung muss also die geringe Batteriespannung (3 V bis 6 V) erheblich herauftransformieren, was durch Sperrwandler oder andere Konstruktionen erreicht wird. Die Batterien (oder Akkus) mĂŒssen dabei fĂŒr die BatteriegrĂ¶ĂŸe erheblichen Strom (> 1 A) liefern können. Die meisten AmateurgerĂ€te erlaubten fĂŒr einen Batteriesatz 20 bis 40 Aufnahmen, ProfigerĂ€te mit grĂ¶ĂŸeren Blei-Akkumulatoren erlaubten weitaus mehr Blitze.

Ist der Kondensator aufgeladen, ist das GerĂ€t aufnahmebereit. Nach dem Auslösen der Aufnahme wird in der Kamera durch den sich öffnenden Verschluss ein Kontakt geschlossen, der ĂŒber den Synchronkontakt (extern oder im Blitzschuh integriert) die ZĂŒndeinrichtung im BlitzgerĂ€t aktiviert. Diese gibt einen Hochspannungsimpuls auf die ZĂŒndelektrode, die sich in der Regel außerhalb der Blitzröhre befindet, mit dem Inneren also keinen elektrischen Kontakt hat.

Dieser Impuls bewirkt eine Ionisierung des Gases (Neon, Xenon) in der Blitzröhre. Dadurch wird der elektrische Widerstand in der Blitzröhre so klein, dass die am Kondensator liegende Spannung ausreicht, in der Blitzröhre ein Plasma zu erzeugen. Diese Plasmastrecke hat einen sehr kleinen elektrischen Widerstand. Bei GerĂ€ten mit geringer Leistung wird der Kondensator binnen 1/1000 s bis auf eine geringe Restspannung entladen und das Plasma erlischt. GerĂ€te mit höherer Leistung verfĂŒgen ĂŒber grĂ¶ĂŸere Kondensatoren, deren Entladung lĂ€nger dauert. Es werden aber nur die IntensitĂ€ten t0.1 (obere 10 %) oder t0.5 (obere 50 %) als Blitzzeiten interpretiert.

Die Aufnahme ist beendet und der Kameraverschluss kann schließen.

ComputerblitzgerÀte der ersten Generation

In Bild 2 kann man erkennen, wie in den geregelten BlitzgerĂ€ten der ersten Generation die Steuerung der abgegebenen Lichtmenge technisch ausgefĂŒhrt wurde: Parallel zum Blitzkondensator wurde eine Schalteinrichtung gesetzt, die ĂŒber einen Sensor das vom Objekt reflektierte Licht registrierte. War die reflektierte Lichtmenge mit dem voreingestellten Wert identisch, so wurde die Schalteinrichtung aktiviert, die den Kondensator sofort kurzschloss (tk in Bild 4). Die Spannung am Kondensator brach deshalb sofort zusammen, was zu einem Verlöschen des Plasmas in der Blitzröhre fĂŒhrte.

Technisch wurde die Regelung so gelöst, dass ĂŒber eine Fotodiode oder einen Fototransistor das reflektierte Licht aufgenommen wurde. Je mehr Licht diese Elemente erhalten, desto mehr Strom lassen sie fließen. Dieser Strom wird in einem Kondensator integriert. Die am Kondensator anliegende Spannung ist deshalb ein Maß fĂŒr die bisher erfolgte Belichtung des Objekts durch den Blitz. Hat die Spannung eine eingestellte Schwelle erreicht, so wird ein Thyristor gezĂŒndet, der parallel zum Blitzkondensator liegt. Dieser Thyristor muss hohe Impulsströme vertragen können, denn der Kurzschluss des Blitzkondensators erzeugt Impuls-Spitzenströme bis zu mehreren hundert Ampere. Es gab auch Konstruktionen, bei denen der „externen“ Blitzröhre eine zweite „interne“ Blitzröhre, auch „Quenchröhre“ genannt („quench“ kommt aus dem Englischen und bedeutet technisch „etwas wegdrĂŒcken“), parallel geschaltet war. Diese wurde auf dieselbe Weise wie die externe Röhre gezĂŒndet und fĂŒhrte zu einem Verlöschen der externen Röhre. Diese Schaltungsart kam ohne Thyristor aus.

Der Nachteil dieser Konstruktionen war, dass bei jeder Blitzauslösung die volle Energie des Blitzkondensators verlorenging. Die Blitz-KapazitÀt eines solchen BlitzgerÀts war deshalb die gleiche wie bei einem elektronischen BlitzgerÀt ohne Regelung.

ComputerblitzgerÀte der zweiten Generation

Schon wenige Jahre nach der Vorstellung des ersten „Computerblitz-GerĂ€ts“ kamen die GerĂ€te der zweiten Generation auf den Markt. Wie man auf Bild 3 erkennen kann, wurde die Kurzschluss-Einrichtung durch eine echte Abschaltvorrichtung des Blitzstroms ersetzt. Dadurch geht die im Kondensator gespeicherte Energie beim Abschalten nicht mehr verloren. Die Spannungsversorgung muss meist nur wenig Energie nachliefern. Die Blitzfolgezeiten gingen unter gĂŒnstigen UmstĂ€nden auf unter 1 s zurĂŒck, auch schnelle Blitzfolgen bei Winder- oder Motorbetrieb der Kamera sind so möglich. Bei gleichen oder gar kleineren Batterien erzielte man eine wesentlich höhere Blitzanzahl pro Batteriesatz (oder pro Akkuladespiel) als bisher. Die GerĂ€te konnten eine ausreichende Blitzbelichtung anzeigen.

Technisch wurde das möglich, weil jetzt Thyristoren mit sehr kurzen Abschaltzeiten zur VerfĂŒgung standen. Thyristoren sind Gleichstrom-Schaltelemente, die, wenn gezĂŒndet, erst dann wieder abschalten, wenn die Kathode (Minuspol) gleiches oder gar positives Potential gegenĂŒber der Anode (Pluspol) bekommt. Bei der Blitzauslösung wird nicht nur die ZĂŒndeinrichtung aktiviert, sondern auch ein Thyristor gezĂŒndet, der den Blitzstrom von der Blitzröhre nach Minus leitet. Nach wie vor wird das reflektierte Licht gemessen. Ist die Auslöseschwelle erreicht, so wird ein zweiter Thyristor gezĂŒndet, der ĂŒber einen elektronischen Trick einen kurzen positiven Spannungsimpuls an die Kathode des Hauptthyristors auflegt. Dadurch verliert dieser die LeitfĂ€higkeit, und der Blitzstrom ist abgeschaltet. Eine weitere Vorrichtung prĂŒft, ob in diesem Moment noch eine Spannung am Blitzkondensator liegt, die höher als die Restspannung ist, die bei einem Betrieb ohne Automatik nach dem Verlöschen des Plasmas stehen bleibt. Wird das festgestellt, so wird durch ein Aufleuchten eines LĂ€mpchens angezeigt, dass die Belichtung durch den Blitz ausreichend war.

Bei einem geregelten BlitzgerĂ€t kann man (hier) drei Arbeitsblenden im Abstand von zwei Blendenwerten einstellen. Die fĂŒr die Belichtung maßgeblichen BlitzintensitĂ€ten sind in Teilbild B gezeigt. Tiefergehende ErlĂ€uterungen sind auf der Bildseite auf den COMMONS vorhanden. Die kĂŒrzeste Blitzzeit liegt bei ca. 10 ”s.

Auf dieser Basis arbeiten die GerÀte bis heute.

TTL-Steuerung

Siehe auch

:

TTL-Blitzmessung

Die ersten BlitzgerÀte leuchteten den Bildwinkel eines Normalobjektivs aus, ca. 45°. Bei Tele- oder Weitwinkelobjektiven oder indirektem Blitzen (z. B. gegen die Decke) kann der im BlitzgerÀt eingebaute Sensor die Situation nicht korrekt erfassen. Fehlbelichtungen können die Folge sein.

Deshalb lag es nahe, die Blitzbelichtung in der Kamera zu messen. Dabei sitzt der Sensor in der Kamera hinter dem Objektiv und misst das von der Filmebene reflektierte Licht. Die Messungen werden ĂŒber zusĂ€tzliche Kontakte im Blitzschuh an die Elektronik im BlitzgerĂ€t weitergegeben. Diese Messmethode wird TTL (engl. Through The Lens) genannt (wie auch die normale Belichtungsmessung in Spiegelreflexkameras).

Leider konnten sich die Hersteller nicht auf einen gemeinsamen Anschluss einigen. In Deutschland wurde deshalb das SCA-300- und spĂ€ter das SCA-3000-System entwickelt, mit dem sich auch Fremd-BlitzgerĂ€te (z. B. von Metz, Cullmann u. a.) an die proprietĂ€ren AnschlĂŒsse der großen Kamerafirmen anschließen lassen.

Die Steuerung ĂŒber den Blitzschuh verhinderte frĂŒher eine Loslösung des BlitzgerĂ€ts von der Kamera. Hier hatte das TTL-System seine Grenzen oder erforderte unhandliches Zubehör, wie VerlĂ€ngerungskabel. Heute können TTL-fĂ€hige BlitzgerĂ€te mit TTL-Daten-ĂŒbertragenden Funkfernauslösern problemlos ĂŒber Distanzen von bis zu 100 m fernausgelöst werden.

Verfeinerungen des TTL-Systems sind Vorblitze des BlitzgerĂ€tes, die von der Kamera ĂŒber TTL-Sensoren mit mehreren Sektoren noch vor der Abgabe des eigentlichen Hauptblitzes zur Ermittlung des Motivkontrastes ausgewertet werden (erstmals 1992 bei der Spiegelreflexkamera Nikon F90 vorgestellt). Damit ist eine noch wesentlich genauere Steuerung der Blitzbelichtung gerade bei sehr kontrastreichen oder kontrastschwachen Motiven möglich.

Studioblitzanlagen lassen sich aber auch ĂŒber TTL-Regelung steuern, wobei die manuelle Kontrolle bzw. Steuerung mit Blitzbelichtungsmessern und Polaroid-Sofortbildern von den erfahrenen Berufsfotografen meist bevorzugt wird.

Belichtungssteuerung

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Blitzbelichtungsmessung

Die Belichtungssteuerung erfolgt bei Blitzaufnahmen durch die eingestellte Blende und die Lichtleistung des BlitzgerĂ€ts. Bei Studio-BlitzgerĂ€ten und besseren BlitzgerĂ€ten kann man zudem den Reflektor schwenken und ggf. drehen, um nicht direkt, sondern indirekt mit dem von einer weißen FlĂ€che (z. B. Raumdecke) reflektierten Licht zu blitzen. Die Verschlusszeit hat, außer in SonderfĂ€llen, keinen Einfluss auf die eigentliche Blitzbelichtung. Besonders komfortabel ist eine in die Kamera eingebaute Belichtungsautomatik, die sowohl den Blitz als auch die Objektivblende steuern kann. Aber auch ElektronenblitzgerĂ€te mit eigenstĂ€ndiger Lichtsteuerung erlauben in der Regel zuverlĂ€ssig korrekte Blitzaufnahmen. Ohne solche Automatiken benötigt man einen Blitzbelichtungsmesser, oder man arbeitet nach Tabellen und Erfahrungswerten. Eine gute Hilfestellung sind auch die Histogramme moderner digitaler Kameras. Um möglichst kurze Blitzsynchronzeiten zu erreichen, muss der Ablauf der VerschlussvorhĂ€nge möglichst schnell sein. DafĂŒr hat man im Laufe der Zeit verschiedene effiziente Techniken entwickelt.

Sogenannte SystemblitzgerĂ€te arbeiten eng mit der Kamera zusammen und entlasten im Automatikbetrieb den Fotografen von solchen Einstellungen. Sie passen die Blitzleistung und/oder die Blende an die aktuelle Lichtsituation an. Dabei wird – in nicht zu dunkler Umgebung – oft noch eine lange Belichtungszeit gewĂ€hlt, um das vorhandene Licht (Available Light) einzufangen und durch den Blitz die Lichtstimmung möglichst wenig zu stören.

Bei vielen BlitzgerÀten kann man die Leitzahl auch stufenweise verringern (meist auf 1/2, 1/4, 1/8 usw.).

Bei Mehrfachbelichtung ist der Intermittenzeffekt zu berĂŒcksichtigen.

Verwendung in Digitalkameras

Die Reflexionseigenschaften der Bildwandler von Digitalkameras sind mit der eines Kleinbildfilms nur bedingt zu vergleichen. Eine TTL-Steuerung ĂŒber die Auswertung der Reflexionen vom Bildwandler fĂŒhrt deshalb unter UmstĂ€nden zu unbefriedigenden Ergebnissen und steht so bei den meisten Digitalkameramodellen nicht zur VerfĂŒgung.

Die Blitzbelichtung wird deshalb vielfach ĂŒber einen Vorblitz ermittelt. Teilweise geht auch die am Objektiv eingestellte Entfernung (Autofokus oder Handeinstellung) in die Berechnung der Blitzdauer ein. Diese Vorblitzmessungen werden z. B. bei digitalen Spiegelreflexkameras von Canon (E-TTL; E-TTL 2), Nikon (D-TTL, I-TTL), Pentax (P-TTL) und Konica Minolta/Sony (ADI) angewendet.

KĂŒnstliche BelichtungsverlĂ€ngerung

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Blitzsynchronisation

Ein Problem beim Blitzen existiert bei Kameras mit Schlitzverschluss. Diese Konstruktion wird in der Regel bei einĂ€ugigen Spiegelreflexkameras benutzt. Von langen Verschlusszeiten, zum Beispiel 1 Sekunde, abwĂ€rts gesehen , bleibt nur bis zur sogenannten Synchronzeit der zweite Verschlussvorhang ganz zurĂŒck, wenn der erste Vorhang schon die Endstelle erreicht hat. Nur dann ist noch fĂŒr einen Moment die gesamte BildflĂ€che freiliegend, und das geblitzte Bild, das vom ersten Vorhang beim Erreichen der Endstellung ausgelöst wird, ist noch vollstĂ€ndig.

Diese Synchronzeit liegt bei modernen Kleinbildkameras im Bereich 1/45 bis 1/250 Sekunde (mit ZentralverschlĂŒssen und elektronischen VerschlĂŒssen bis 1/500 Sekunde, teilweise noch kĂŒrzer). Bei kĂŒrzeren Verschlusszeiten lĂ€uft der zweite Vorhang schon los, wenn der erste noch auf dem Weg ist. Das ist der Belichtungsschlitz, der dieser Verschlussart den Namen gibt. Wird jetzt vom ersten Vorhang der Blitz ausgelöst, dann ist ein Teil des Negatives verdeckt, und es wird nur ein schmaler Streifen des Negatives mit Blitz belichtet.

Die Firma Olympus hatte fĂŒr das OM-Kamerasystem erstmals einen Computerblitz gebaut, der fĂŒr diese Situation eine ganze Staffel extrem kurzer Einzelblitze (Stroboskop) abfeuert und deshalb auch mit Schlitzverschluss Blitzen im Bereich auch kĂŒrzer als die ĂŒbliche Synchronzeit erlaubt. Diese sogenannte Highspeed-Synchronisation wurde von allen großen Herstellern von Kameras im Kleinbildbereich ĂŒbernommen. Voraussetzung ist die Verwendung eines geeigneten SystemblitzgerĂ€tes. Die Spiegelreflexkamera Minolta Dynax 9 erreicht in Verbindung mit einem geeigneten BlitzgerĂ€t durch eine Ă€hnliche Technik Blitzsynchronzeiten von 1/12.000 Sekunden.

Image Fulgurator

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Image Fulgurator

Der Image Fulgurator (lateinisch so viel wie Blitzwerfer) bezeichnet eine 2007 patentierte Erfindung von Julius von Bismarck.

Siehe auch
Literatur

‱ Horst Schrader: Blitzlicht von heute. 2. neubearb. erweiterte Aufl. Halle: Fotokino
‱ Ulrich Mohr: Die Multiblitz-Photographie. RatschlĂ€ge und Anregungen fĂŒr das Photographieren mit Elektronenblitz-GerĂ€ten. Drei Mohren Verlag, Hamburg 1954
‱ GĂŒnter Olberg: Der Elektronenblitzer und seine Verwendung mit besonderer BerĂŒcksichtigung der Bildnisfotografie. Erfahrungen eines Praktikers. Knapp, Halle 1954
‱ Pierre Bron, Philip L. Condax: Der Foto-Blitz. Seine Geschichte. Bron Elektronik AG, Allschwil 1998, ISBN 3-9521472-1-4
‱ A. Miethe, J. GĂ€dicke: Praktische Anleitung zum Photographiren bei Magnesiumlicht. Verlag von Robert Oppenheim, Berlin 1887
‱ Heinrich Freytag und Otto Sahmel: Das Blitzlichtbuch. Blitzpulver, Kapselblitz, Blitzlampe, Röhrenblitz. Knapp, DĂŒsseldorf 1954
‱ JĂŒrgen Philipp: Blitzpraxis analog und digital. Grundlagen der Beleuchtung. 160 Seiten. vfv Verlag, Gilching 2002, ISBN 3-88955-132-7
‱ Otto Limann: FotoblitzgerĂ€te mit energiesparender Löschautomatik ELEKTRONIK, 1976 Heft 6, S. 73–76

Weblinks

Commons

: Blitzlicht

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wiktionary: Blitzlicht

– BedeutungserklĂ€rungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

‱ Sammlung von auch historischen BlitzgerĂ€ten im Blende-und-Zeit-Forum

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Seneca Ray Stoddard in den New York State Archives
cite-note-22. ↑ Janice Petterchak: Photography Genius: George R. Lawrence & "The Hitherto Impossible" (Memento vom 5. April 2012 im Internet Archive), auf dig.lib.niu.edu
cite-note-33. ↑ Fischer Tausend-Blitz fotocommunity.de, abgerufen am 9. Mai 2022.
cite-note-44. ↑ Fischer-Tausendblitz photobutmore.de, abgerufen am 9. Mai 2022.
cite-note-55. ↑ Geschichte (Memento des Originals vom 22. November 2021 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprĂŒft. Bitte prĂŒfe Original- und Archivlink gemĂ€ĂŸ Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.dr-fischer-group.com dr-fischer-group.com, DR. FISCHER Group, Diez/Lahn, abgerufen am 9. Mai 2022.
cite-note-66. ↑ Mulitblitz Manufaktur fĂŒr Premium Studioblitzsysteme (Memento vom 19. Januar 2017 im Internet Archive), multiblitz.de, abgerufen am 19. Oktober 2016
cite-note-flash2softbox-system-77. ↑ Blogbeitrag zu Flash2Softbox mit Beispielfotos (englisch) Archivlink (Memento vom 5. Januar 2012 im Internet Archive)
cite-note-88. ↑ BlitzgerĂ€te außerhalb der Kamera ansteuern (Memento vom 22. Dezember 2011 im Internet Archive)